* * *
* * *
Fakten
Die Bundesregierung hat eine
CO2-Emissionminderung von 25-30% bis zum Jahr 2005
zum Ziel. Sie hat offiziell anerkannt, daß die heute registrierten
Klimaveränderungen durch menschenverursachte
CO2 Emissionen hervorgerufen werden.
Die Pro-Kopf-Emissionen Brandenburgs liegen 50 % über dem
Bundesdurchschnitt. Brandenburg zählt so zur globalen Spitze der
Klimaschädiger. Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimaforschung
stellt einen emissionsbedingten Trend zur Versteppung Brandenburgs fest.
Braunkohle ist der fossile Energieträger, der die höchsten
CO2-Emissionen pro Nutzenergieeinheit verursacht.
Sie wird hauptsächlich zur Elektroenergiegewinnung eingesetzt.
Die heimischen Energien - Wind, Sonne und Energiepflanzen - bieten auch einen "Beitrag für eine zuverlässige, langfristige [...] Energieversorgung, die nicht vollständig von den wirtschaftlichen und politischen Imponderabilien der internationalen Märkte abhängig sein will" [Landtag Brandenburg Drucksache 2/1946] und werden bei den Argumenten zu den Gesetzestextvorlagen und -begründungen nicht berücksichtigt.
Interessenslage
Die Fäden laufen auch an anderer Stelle zusammen:
Aus diesen Zahlen läßt sich bereits erkennen, daß Horno
unternehmenspolitischen Zielen zum Opfer fallen soll. Der Abbau der
Arbeitsplätze bei der LAUBAG wird drastischer weitergehen als bisher
angegeben. Die Förderung der wenigen Kohle unter Horno dient vornehmlich
dem Zweck, mit dem darüberliegenden Abraum kostengünstig benachbarte
Tagebauschäden aufzufüllen, da andere Rekultivierungsmaßnahmen
teurer sind.
Abraum ist kein Bodenschatz dessen Nutzung im Interesse der Allgemeinheit
steht. Die Anwendung des Bundesberggesetzes wegen dieses wirtschaftlich
fragwürdigen Flözabbaus geht in Richtung eines Rechtsmißbrauches.
Mit Argumenten des Arbeitsplatzerhaltes, deren Anzahl zudem ständig sinkt, soll hier die Zerstörung eines 650 Jahre alten Ortes, die Vertreibung seiner 350 Bürgerinnen und Bürger sowie eine Landschaftszerstörung gerechtfertigt werden. Keiner dieser Arbeitsplätze wird noch für die Kinder und Enkel zur Verfügung stehen, da sie auf energiepolitischen Fehlentscheidungen basieren. Kulturgeschichte und Lebensplätze in Horno stellen ein höheres und schützenswerteres Gut dar als die mittelfristig auslaufenden klimaschädigenden Arbeitsplätze.
Mit dem Verharren auf fossile Energieträger versäumt Brandenburg Produktionsstätten und Arbeitsplätze mit Zukunktstechnologien anzusiedeln, die schon jährlich zweistellige Wachstumsraten verzeichnen und zunehmend Exportmärkte bedienen. Hierzu gehören die Produktion von Windkraft, solarthermischen Anlagen, Photovoltaik und das gesamte technologische Umfeld zu nachwachsenden Rohstoffen.
INDEX
Seitenanfang
Horno mit Solarenergie vor Braunkohlebaggern
schützen
Briefe an den Brandenburger Landtag
Enger Zeitplan des "Horno-Gesetzes"
Horno-Kontaktadressen
letzte Änderung: 23 April 1997 by michael duchardt